Klaus Groth (1819-1899)

Klaus Groth. Radierung von Hans Olde (1897).

 

 

Am 24. April 2019 jährte sich der Geburtstag des in Heide geborenen Dichters Klaus Groth zum 200. Mal. Er ist der Klassiker der niederdeutschen Literatur, der im November 1852 einen Gedichtband unter dem seltsamen Titel Quickborn erscheinen ließ, was soviel wie "lebendiger Quell" meint. Die plattdeutsche Mundart wurde damit auf ein literarisches Niveau gehoben, das es niemals zuvor und seitdem auch niemals wieder erreicht hat. Bis zum 1. Weltkrieg wurde der Quickborn in ca. 100.000 Exemplaren verkauft, ein für ein Mundartbuch völlig singulärer Erfolg.

 

Seit 2011 bin ich Mitglied im Vorstand der Klaus-Groth-Gesellschaft. Als das Jubiläumsjahr näherrückte und im Vorstand verschiedene Ideen dazu diskutiert wurden, stellte ich mit einiger Verwunderung fest, daß es zu Groths Hauptwerk, eben dem Quickborn, so gut wie keine wissenschaftliche Literatur gab. Das weckte meine Neugier, und es entstand die Idee, diesem ebenso wichtigen wie erfolgreichen Buch eine Studie zu widmen. Zwei Jahre arbeitete ich daran und hatte u. a. das Privileg, in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel an den Originalhandschriften aus Groths Nachlaß arbeiten zu können. Drei Tage vor Weihnachten 2018 wurde ich fertig, rechtzeitig zum 200. Geburtstag Groths erschien Klaus Groths Quickborn - Eine ungewöhnliche Buchkarriere im Verlag Boyens in Heide, 432 Seiten dick, 28 € teuer! Bei der Groth-Tagung am 27. April wurde es in Heide der Öffentlichkeit vorgestellt.

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© Hargen Thomsen